Persönlicher Erfahrungsbericht nach einem Jahr Hilux im Alltag

Hilux ohne Canopy / Hardtop

März, 2018

Nach einem Jahr täglicher Nutzung des Hilux 2.4D Lounge (GUN125L mit 2GD-FTV Motor) mein persönlicher Erfahungsbericht über die positiven Eigenschaften, Schwächen, Probleme, Mängel, sowie Verbesserungsbedarf seitens Toyota.

Ich bin kein Mechaniker/Techniker und schreibe diesen Bericht eher aus Sicht eines Toyota „Fanboys“ und versuche meine Meinung so sachlich wie möglich wiederzugeben. Sollte sich in meinem Bericht ein Fehler befinden, hinterlasse bitte einen Kommentar (siehe unten) und ich werde diesen umgehend korrigieren.

Positive Punkte:

  • Motor läuft, sobald auf Betriebstemperatur, angenehm ruhig
  • kein Klappern
  • 220 Volt Anschluss (nachdem dieser erst vervollständigt wurde – siehe Reparaturliste)
  • Radio mit DAB und guter Klang
  • Fahrwerk
  • Rückfahrkamera
  • Zusatzheizer (Funktion war in der Ausstattungsliste nicht angeführt)
  • Sicherheits-Assistenzsysteme
  • LED Tagfahrlicht und Abblendlicht
  • Ein Preisvergleich relativiert den Anschaffungspreis (nicht die Wartungskosten)
    • Mercedes X-Klasse 350 d 4Matic, konfiguriert im August 2018, mit Automatik, Leder, Hinterachsdifferentialsperre etc. kommt auf 62.000,– EUR (Listpreis). Ein stolzer Preis für einen Navara mit Mercedes Motor und Permanentallrad.

Negative Punkte:

Qualität:

  • Die mangelnde Qualität ist mein Hauptkritikpunkt. Die sprichwörtliche „Toyota Qualität“ und Zuverlässigkeit vermisse ich stark. Die Qualitätsstandards im Werk in Südafrika sind anscheinend katastrophal:
    • Mängel bei Auslieferung ab Werk:
      • Alle 4 Räder unwuchtig – wurden vom Händler demontiert, gewuchtet und wieder montiert
      • Handbremshebel ließ sich fast bis zum Anschlag anziehen. War nicht korrekt gespannt – wurde vom Händler nachgestellt
      • Fahrertüre ging nur schwer zu schließen – wurde vom Händler neu eingerichtet
      • 220 Volt Steckdose ohne Funktion – Händler stellte das Fehlen eines Relais fest
      • Abblendlicht kaum Reichweite – Scheinwerfer wurden vom Händler korrekt eingestellt
      • Toyota Safety Sense Sicherheitsassistenzsysteme ohne erkennbare Funktion – wurde vom Händler neu justiert
    • Rückruf Aufgrund Qualitätsmangel – Kabelstrang im Motor nicht korrekt befestigt, ein Zweiter (Energieabsorber in der vorderen Stoßstange fehlt – auch ein Qualitätsmangel) hat unser Fahrzeug zum Glück nicht betroffen
    • Lackierung der vorderen Stoßstange unschön bzw. anders als der Rest der Karosserie
    • Bei 19.000 km sind die ersten Glühstifte / Glühkerzen defekt. Scheint ein Serienfehler zu sein (derzeit kann Toyota nicht einmal einen Liefertermin nennen), wie auch aus diesen Buschtaxi Beiträgen hervorgeht:
    • Unteres Handschuhfach öffnet sich bei Kälte nur schwer
 Update August 2018

Mein sehr freundlicher und kompetenter Händler hat, mit Unterstützung durch Toyota, alle Mängel beseitigt. Seither keine Beanstandungspunkte

Motor und Getriebe:

  • Zweiter Hauptkritikpunkt: Der Motor! Kurz gesagt: Wenig Leistung, hoher Verbrauch

    Selbstverstädnlich ist ein Nutzfahrzeug mit über 2 Tonnen Eigengewicht, Automatik und großen, breiten Reifen kein Spritsparwunder. Es ist nur ärgerlich, dass bei einem Verbrauch von rund 10 Litern überhaupt keine Fahrfreude aufkommt. Hier meine bisherigen Verbrauchswerte:

    • Sommer: 9,5 Liter /100Km ohne Beladung und max. 120Km/h, kein Stadtverkehr
    • Winter: 10,9 Liter /100Km ohne Beladung und max. 120Km/h, kein Stadtverkehr
    • Sommer 2017 mit Wohnwagen (1,2t Eigengewicht) auf der Autobahn 14 Liter
    • Update August 2018 (Angaben laut Boardcomputer):
      • Wochenendtrip nach Kroatien
        • Voll beladen und gemütliche Fahrt – 8,3 Liter Durchschnittsverbrauch auf ca. 1.400Km
      • Schwedenreise 2018 mit Wohnwagen (Fendt mit 1,4t Eigengewicht plus Zuladung):
        • Autobahnfahrt bis zur Fähre (ca. 1.000Km): 12,9Liter – im Modus „normal“ und „Premium“ Diesel
        • Rundreise Schweden (ca. 2.000Km): 12,9Liter – im Modus „normal“ und normalem Diesel
        • Rückfahrt nach Österreich (ca. 1.000Km): 12,9Liter – im Modus „normal“, normalem Diesel und etwas „Heimweh“
        • Der Verbrauch lag heuer, bei gleicher Strecke und etwas schwererem Wohnwagen, einen Liter unter dem vom letzten Jahr
        • Die Verwendung von Premium Diesel ergab für mich keinen messbaren Unterschied
        • Reifendruck: vorne 2,1 Bar und hinten 2,4 Bar
      • Alltag:
        • Fahre nun seit zwei Monaten im Modus „Normal“ und Reifendruck laut Handbuch
          • Verbrauch liegt seither bei 9,3 Liter, also definitiv nicht höher als im Modus „ECO MODE“ und höherem Luftdruck
    • Ich fahre im Alltag ausschließlich im Modus „ECO MODE“, meine Fahrweise ist äußerst moderat, von Beschleunigung kann man schon gar nicht mehr sprechen.
      • Zum Vergleich: Unser Land Cruiser J9 Baujahr 2000 mit 3 Liter Motor, hatte ca. das gleiche Gewicht, permanent Allrad, ein höheres Fahrwerk, Mud-Terrain Reifen, eine ARB Stoßstange, eine Seilwinde, einen Schnorchel, sowie einen Dachträger fix montiert und dessen Verbrauch lag nur zwischen 1 – 2 Liter / 100 km höher. Wo hier der Fortschritt von 20 Jahren Entwicklung erkennbar sein soll ist mir unklar
  • Ad-blue Tank reicht nicht für den ohnedies kurzen Serviceintervall von 15.000 km, sondern nur für ca. 10.000 km
  • Automatikgetriebe:
    • Schaltet man den Automatikwahlhebel in die manuelle Schaltgasse, schaltet die Automatik immer in den 4. Gang, egal in welchem Gang man sich gerade befindet
    • Kein spürbares Zurückschalten der Automatik bei Bergabfahrten oder normalen Bremsvorgängen. Wird sich zeigen wie es mit dem Bremsenverschleiß aussieht
    • Der Tempomant ist unbrauchbar. Die Automatik schaltet auf Autobahnfahrten dermaßen nervös zwischen den Gängen, dass es einem selbst unangenehm ist und sich Mitfahrer darüber lustig machen
  • Mein Eindruck ist, dass der Motor mit den 18″ Reifen und Automatikgetriebe überfordert ist und daher extrem lahm wirkt und der Dieselverbrauch hoch ist. Wer den Hilux 2.4D mit 17″ Reifen und Schaltgetriebe bestellt, wird mit dem Motor wohl mehr Freude haben
  • Der Serviceintervall von 15.000 km oder 1 x jährlich ist für ein Nutzfahrzeug nicht akzeptabel (siehe Reparaturliste und Pick-up Vergleichstabelle).
    • Leider hat der Hilux auch keine Serviceintervallanzeige

Pick-Up spezifische Schwächen:

  • Pritsche hat nur vier Verzurrösen (in den Ecken auf halber Höhe der Ladebordwand)
  • Kein Stromanschluss auf der Pritsche, auch nicht gegen Aufpreis (Ford Ranger im Wildtrack Serie)
  • Keine Dachreling, (bei vielen anderen Herstellern in gehobener Ausstattungsvariante Serie). Dachlast nur max. 50 kg. Zur Montage vernünftiger Dachträger (z.B. Rhino-Rack heavy-duty), müsste in das Dach gebohrt werden
  • Keine zweite Batterie, weder im Standard noch als Zubehör erhältlich
  • Kein Abschlepphaken am Heck – bei einem Pick-Up schon stark verwunderlich. Mein Händler hat mir über einen Schlosser eine Lösung anfertigen lassen und montiert

Sicherheit:

  • „Elchtestproblem“!

Obwohl auch schon vom Vorgängermodell bekannt, hat auch der neue Hilux Probleme beim „Elchtest“:

Seit Anfang Sommer 2017 ist zur Behebung ein Software-Update verfügbar!
Link zu Youtube vor dem Update
Link zu Youtube nach dem Update

Leider warte ich bis heute vergebens auf die angekündigte Information bezüglich gänderten Reifendruck Vorgaben

  • Haltegriffe über Fahrer- und Beifahrertüre stehen gefährlich weit nach unten (klappen sich nicht nach oben ein). Man stößt sich somit oft den Kopf daran an. Im Falle eines Unfalles sicher bedenklich
    • Update Q2 2018: In den aktuellen Modellen dürften die Haltegriffe bereits geändert worden sein.

Bedienung & Komfort:

  • Lautstärke lässt sich am Display nur über die Touchbedienung regeln, kein Drehregler und auch kein Schieberegler am Touch Display, nur über Einzelschritte per Touch. Bedienung am Lenkrad ist auch recht mühsam. Das Problem ist nicht nur, dass es 3 – 4 Sekunden dauert bis man die Lautstärke angepasst hat, sondern dass der Blick weg von der Straße auf das Bedienpanel des Radios gerichtet werden muss. Kommt ein Schlagloch und der Finger rutscht ab, muss die ganze Prozedur wiederholt werden
  • Lenkrad Längsverstellung zu kurz, sollte sich weiter herausziehen lassen
  • Beinfreiheit hinten ist schon für Kinder zu knapp
  • Kaum Stauraum in der Kabine, vorhandene Möglichkeiten nicht genutzt. Ein paar Beispiele:
    • Es passen keine 1,5Liter Flaschen in die Flaschenhalterungen in den vorderen Türen (VW Amarok)
    • Raum hinter der Rücksitzbank nicht nutzbar da Rückenlehne nicht umklappbar ist (Ford Ranger)
    • Kein Stauraum unter den Vordersitzen (Nissan Navara)
  • Bei der Tankanzeige leuchtet „Reserve“ bereits nach 60 verbrauchten Litern auf, sprich es sind noch 20 Liter Diesel im Tank (Tankvolumen gesamt 80 Liter). Die Erklärung der Werkstatt klingt einleuchtend: Geländewagen muss in allen Lagen genügend Diesel ansaugen können und auch in allen Lagen eine gewisse Restreichweite haben. Interessanter Weise war dies bei unserm alten Land Cruiser nicht der Fall, da waren noch exakt 11 Liter im Tank und das bei einem Tankvolumen von 90 Liter. Bei 80 Liter Tankinhalt ist bereits nach 600Km ein Besuch bei der Tankstelle notwendig. Größerer Tank oder weniger Verbrauch erwünscht. Idealerweise beides
  • Bei Regen und Autobahngeschwindigkeit läuft das Wasser von der Windschutzscheibe über die Seitenscheibe der Fahrertüre. Die Sicht auf den linken Rückspiegel wird stark beeinträchtigt. Dies ist speziell bei längeren Nachtfahrten auf der Autobahn sehr unangenehm und anstrengend
    • Mein persönlicher Tip: Es hilft, das Fenster der Fahrertüre mit Nano-Versiegelung zu behandeln (Wachs von bei der Autowäsche hilft auch, hält aber nicht so lange), dann zieht das Wasser in Form von Perlen schneller über die Scheibe und die Sicht ist besser
  • Die Schnalle des rechten Sicherheitsgurtes klappert an der B-Säle wenn dieser nicht verwendet wird, dies trifft bei uns auf 80% aller Fahrten zu
  • Beim Betätigen des Schalters für die Sperre der hinteren Fensterheber wird auch der Schalter des Beifahrers für das Beifahrerfenster gesperrt. Das ist ärgerlich – wir haben zwei Kinder welche hinten sitzen, nun kann aber auch der Beifahrer sein Fenster nicht mehr öffnen
  • „Auto“ Schalter der Klimaanlage stellt nur das Gebläse und Umluft auf „normal“ zurück, nicht jedoch die Temparatur. Diese muss manuell von z.B. „High“ per Drehregler auf 22° gestellt werden
  • Sitzrückenlehnen ab ca. 1/2 Stunde Fahrzeit zu weich. Rücken wird je länger die Fahrt dauert immer runder


Komfort Features die selbst in der höchsten Ausstattungsvariante fehlen:

  • Keine Luftauslässe zwischen den Vordersitzen für die Passagiere im Fond. Ist besonders ärgerlich, denn einen Pick-Up mit Doppelkabine kauft man ja um Personen zu transportieren und diese Feature in anderen Ländern im Hilux vorhanden ist
  • Kein Regensensor für die Scheibenwischer
  • Rückspiegel nicht automatisch abblendend – ist jedoch mit Hardtop nicht weiter notwendig
  • Leider fehlt ein adaptiver Tempomat. Es wären sowohl Kamera als auch Radar verbaut, hardwareseitig also alles vorhanden (Ford Ranger)
  • Sitzheizung hat nur eine Stufe. Es dauert lang bis es warm wird, ist aber dann zu warm um, sie eingeschaltet zu lassen
  • Fenster lassen sich mit der Funkfernbedienung nicht öffnen / schließen
  • Spürbare Lordosenstütze

Fazit:

Der Hilux ist sicher ein gutes Auto, letztendlich sind es die Qualitätsmängel, der schwache Motor, die fehlenden Komfortfeatures, die ärgerliche Bedienung des Radios, die nicht durchdachten Verstaumöglichkeiten in der Kabine und den Pick-Up spezifischen Mängeln die einem die Freude am Hilux schwinden lassen.

Momentan ist der Hilux sicher nicht das Maß der Dinge und verspielt seinen guten Ruf durch seinen schwachen Motor, die vielen Mängel und schwache Ausstattung. Schade, die Konkurrenz hat den europäischen Markt besser eingeschätzt und bietet 3 Liter Sechszylinder Motoren und besserer Ausstattung. Auch wenn ich mir aus denkbaren Gründen nie einen VW kaufen werde, so ist die neue X-Klasse (Nissan Navara mit Stern) von Mercedes (ab 2019 mit 3 Liter Mercedes Motor) schon eine realistische Option bei der nächsten Pick-Up Wahl. Oder ggf. ein Land Cruiser – das wird aber abhängig vom weiteren Verhalten von Toyota in Garantie-/Kulanzfragen.

Die fehlenden Komfort Features hätten Toyota keine 200,– EUR HK gekostet und sind teilweise in anderen Ländern ohnedies verfügbar. Der 2,8 Liter Motor ist in Europa im Land Cruiser verfügbar und in anderen Kontinenten auch im Hilux. Es wäre also für Toyota relativ einfach, den Hilux konkurrenzfähig zu machen.

Zusätzlich eine Variante mit permanent Allrad und der Hilux wäre top.

Facelift:

Obwohl erst seit Mitte 2016 in Europa verfügbar, soll es schon bald (Sommer 2018) ein Facelift für den Hilux geben. Dies ist in Anbetracht eines niedrigeren Wiederverkaufswertes für jetzige Hilux Besitzer ärgerlich. Eventuell hat ja Toyota eingesehen, dass mit der derzeitigen Optik („Nase“), Qualität und Ausstattung der Hilux kräftigen Nachholbedarf hat.

Hoffentlich bringt das Facelift Modell die notwendigen Verbesserungen und den 2.8 Liter Motor! Mal sehen wann das Facelift kommt und was es bringt.

Update April 2018: Toyota hat am 23. April 2018 offiziell eine „Special Edition 2018“ angekündigt. Größte Veränderung ist die neue Front, ähnlich der des Tacoma. Leider noch kein 2,8 Liter Motor!

Toyota Hilux 2018 Facelift – Special Edition 2018

Ausblick:

Laut Händleraussage kommt im Jahr 2020 ein Hilux mit 200PS Motor.


Kommentare

1 Jahr Hilux Fazit – Mängel / Probleme / Erfahrungen — 20 Kommentare

  1. Fahre seit 1 1/2 Jahren den neuen Hilux.
    Seitdem nur Probleme.
    Rückfahrt Sensoren, piepen sobald sie nass sind.sehr höher spritverbrauch.bis 15 ltr. Edelstahl teile rösten.
    Automatik Getriebe hat Schlupf.
    Bildschirm tut was er will, während der Fahrt plötzlich aus, schaltet von Radio auf Navi um.erkennt keine Bluetooth Geräte etc.
    Sitzseitliche Polster reissen ein.
    Verkleidung und Abdeckungen lösen sich……usw.

  2. Hallo Olaf!
    Vielen Dank für deinen Kommentar. Die bei dir aufgetretenen Probleme hat unser Lux nicht, ich kann dir daher leider nicht mit Tips oder Erfahrungen behilflich sein.
    Hoffe Toyota hilft dir die Probleme zu lösen!
    Liebe Grüße,
    Christoph

  3. Also ich fahr einen Hilux in der 6 Gang Duty Version, bis jetzt keinerlei Probleme und mit BFG AT/ 265/17/70 bin ich bei 8.5L. Stadt/Autobahn nie schneller als 140km/h. Für den Neuwagenpreis von 25 000.- gibt es nichts besseres

  4. Ich fahre seit 3/18 einen Hilux SC. Keine Probleme, jedoch sei erwähnt, dass ich keine Extras habe, „nur“ Radio + Klimaanlage habe ich dazu bestellt. Das war eine ganz bewusste Entscheidung, weil mir der ganze Technikschnickschnack aus dem Halse hängt… Und obwohl das FZ kaum Ausstattung hat, gibt es (leider) dennoch genüg Knöpfe, Schalter…

    Die von Christoph/Olaf oben beschriebenen Auffälligkeiten habe ich auch bei meinen anderen FZ von VW, Jaguar, etc. gehabt. Ehrlich: Da sind sie alle gleich…

    Die Anmutung des Innenraums sagt mir auch nicht völlig zu – gerne hätte ich einen Aufpreis für mehr Solidität gezahlt. Gerne hätte der Innenraum noch einfacher (weniger verspielt, mehr klare Linienführung, deutlich weniger Kunststoff) und dazu noch robuster sein dürfen. Dieser Wunsch wird mir jedoch in keinen akt. FZ auf dem Markt erfüllt. Hier versuchen die Hersteller alle auf dicke Hose/Bling-Bling zu machen…

    Der Verbrauch ist bei mir völlig i. O. Ich fahre Serienbereifung und habe einen Verbrauch (ohne Zuladung) im Durchschnitt von 7-8 Liter. Mit Zuladung sind es max. 1-2 Liter mehr. Dazu sei gesagt, dass ich viel Landstraße fahre. In Relation zu meinem letzten FZ (Golf 7) ist der Hilux das reinste Sparwunder (bei identischer Fahrweise und gleicher Strecken). Wenn man so einen Hilux über die BAB peitscht, dann kann man sicherlich auch 10-12 oder mehr Liter verbrauchen, dann hat man sich aber auch das falsche FZ ausgesucht… Oder?

    Die Motorleistung ist für meinen Geschmack völlig ausreichend. Im (schwer) beladenen Zustand mag es manchmal zu wenig erscheinen. Mit der Zeit gefällt mir das dynamische/schnelle Fahren immer weniger, daher „cruise“ ich lieber… Was hat man schon von all der Dynamik, wenn gleich um die Ecke die nächste rote Ampel wartet… Von all dem Stau ganz zu schweigen…

    Fazit: Ich bin nicht unzufrieden, könnte mir gut vorstellen bei einem Pickup als FZ zu bleiben. Gerne auch beim selben Hersteller, wenn ich dauerhaft zufrieden bleibe. Beim Serviceintervall stören mich eigentlich nur die rel. kurzen Abstände – finanziell sind mir diese egal, weil ich diese schon bereits fair im Kaufpreis (über die Laufzeit) mit hinein verhandelt habe.

    Die Kernkompetenz des Hilux ist unbestreitbar – diese wird auch eingelöst. Außerdem verstehe ich dieses FZ als Aufbau-Basis, d. h., man gestaltet sich z. B. den Aufbau der Pritsche dann entsprechend den eigenen Wünschen bzw. montiert passendes Zubehör.

    Einige Anmerkungen (~ Kritiken) kann ich – im Vergleich zu europäisch ausgerichteten FZ anderer Bauform – ganz gut nachvollziehen, jedoch verstehe ich nicht, warum man sich dann einen Geländewagen für raue Umgebungen anschafft. Dieses FZ ist kein Life-Style-Produkt, auch wenn der Werbeauftritt von Toyota das zu suggerieren scheint/versucht.

  5. Hallo Hannes!

    Vielen Dank für deinen sehr sachlichen und ausführlichen Kommentar! Ich stimme dir in allen Punkte zu. Auch in Bezug auf den Innenraum bin ich mit dir einer Meinung. Zum Punkt „Life-Style-Produkt“ – ich habe mich für den Hilux ebenfalls speziell wegen seiner Geländeeigenschaften entschieden und bewusst nicht für einen Amarok oder Ranger Wildtrack. Finde jedoch, dass auch ein Pick-Up Spaß machen darf (Motor) und in der obersten Ausstattungslinie bei über 40.000,– EUR Kaufpreis auch eine zeitgemäße Ausstattung mitbringen sollte.
    Mein Resümee aus dem Kommentar von Marc und dir ist, dass Toyota bei den „workhorse“ Modellen alles richtig gemacht hat.

    Ich wünsche dir noch lange viel Freude mit deinem Hilux!

    Liebe Grüße,
    Christoph

  6. Hallo Toyo-Hilux-Freunde,

    Ich fahre den HiLux single cab mit der 2GD FTV Maschiene mit permanent etwa 3 to.
    Spritverbrauch bei Öko nicht unter 10 l.
    Was mich aber stört, ist die Wurschtigkeit mit der Toyota seine Kunden behandelt;

    Beispiel: Das Standlicht fällt aus! Wo finde ich die Sicherung? Antwort der Werkstatt: müssen Sie suchen, weiß ich auch nicht,steht aber im Handbuch! Dort aber F e h l a nz e i ge !!!
    Anruf bei ToYo Köln,ANTWORT. Steht im Handbuch. Beschwerde beim Vorstand;erhalte von dort einen Lageplan für die Sicherungen; leider für den Vortyp. Allerdings wird nun Abhilfe versprochen; darauf warte ich seit 3 Monaten.

    2. Beispiel: Display meldet Motorschaden, „bitte Werkstatt aufsuchen“.Diese liest den Fehler aus, bestellt Ersatzteil baut dies ein und …weiter Fehlermeldung.Nach einer weiteren 3-tägigen Fehlersuche wird Toyo-Köln eingeschaltet. ..und wartet auf Antwort.

  7. Ich fahre einen Hilux 2,4 ltr D. Erstzulassung war im Dez. 2016. Der Wagen hat ein manuelles Getriebe und wurde mit der Ausstattungsvariante Comfort Double Cab geliefert. Es wurden bis jetzt einige Teile auf Garantie getauscht, unter anderem beide Scheinwerfer ( feucht von innen), Kameraheizung, AD-Blue Tank incl.Einfüllstutzen( Undichtigkeit am Tank),usw. Nun fahre ich den Wagen seit Dez.2016, habe etwas über 40.000 km auf dem Tacho und brauchte einen neue Satz Reifen. Bei der Montage erhielt ich die Möglichkeit, mal einen Blick unter den Wagen zu werfen, und was sehe ich dort? Rost ohne Ende. An allen Schweißnähten, Achsträgern und an der Ladeflächenhalterung dicke Rostbeulen. Also ab in die Werkstatt, um diesen Mangel dort anzuzeigen. Und was höre ich da? Das sei normal, es sei ja ein Nutzfahrzeug und da gäbe es keinen Garantieanspruch auf Rost, erst wenn er durchgerostet wäre, sei es ein Mangel. Nun meine Frage: Wie sehen denn eure Autos so nach knapp 2 Jahren untenrum aus?

  8. Hallo Josef!
    Unser Hilux wurde mit Untrbodenschutz und Hohlraumversiegelung vom Händler übernommen. Wurde mir vom Händler so empfohlen und hat damals ca. 500,– EUR gekostet. Ich sehe bei unserem Fahrzeug an den von dir beschriebenen Stellen keinen Rost.
    Ich empfehle dringend selbst Rostschutzmaßnahmen zu ergreifen. Unseren gebraucht gekauften Land Cruiser BJ 2000 haben wir 2009 mit „Dinitrol“ behandeln lassen und das hat ihn seither perfekt vor Rost geschütz. Oft wird in Foren „Mike Sanders“ empfohlen, oder einfach Seilfett (verwende ich selbst zum Nachbessern etc.).
    Danke für deinen Post und liebe Grüße,
    Christoph

  9. Der Hilux hat ab Werk leider einen nicht vorhandenen unterbodenschutz. ich hab vor dem ersten winter in der ch, rahmen mit fluidfilm A geflutet und den unterboden mit permafilm. Sieht nach dem erstem winter immer noch wie neu aus und kostet um die 250.- wenn man es selber macht

  10. Hallo Marc!
    Danke für die Info. Werde mir Fluidfilm A und Permafilm mal genauer ansehen. Unser Unterboden benötigt nach dem Globetrottertreffen am Erzberg etwas Nachbehandlung vor dem Winter. Liebe Grüße, Christoph

  11. Hallo ,ich habe mir einen Toyota Hilux Bj 2017 im Mai gekauft ,ein Jahr später ( 2018 ) beim Service traute ich meinen Augen nicht,er Rostet auf der Bodenplatte volle Wucht.Laut Werkstatt können Sie nichts machen sondern ich muss mir die Konservierung selber bezahlen.Danke und das bei einen Preis von 50.000 €. Ich muß auch sagen es ist ein Südafrikaner aber wenn er nach Östereich geliefert wird stelle ich mir vor das er Konserviert wird.
    Für mich ist es mein letzter Toyota den ich mir gekauft habe.

  12. Hallo Ernst!

    Beim Thema Rostschutz würde ich den jeweiligen Händler in der Pflicht sehen die Kunden auf ggf. notwendigen Rostschutz hinzuweiesen. Er kennt den Auslieferungszustand bez. Rostvorsorge und auch die lokalen klimatischen Bedingungen. War auch ja in meinem Fall. Ich denke aber, dass das Thema alle Hersteller betrifft, wo doch nur noch wichtig ist, dass Neufahrzeuge die Leasinglaufzeit überstehen. Solltest du deinen Hilux länger selbst nutzen wollen, da ev. in Umbauten und Zubehör investiert wurde, und ihn nicht nach 3 Jahren Leasinglaufzeit wieder loswerden wollen, dann würde ich dringend selbst das Thema Rostvorsorge in Angriff nehmen.
    Liebe Grüße,
    Christoph

  13. Hi,
    ich habe seit ca 8. Jahren einen 3L – Schalt Hi Lux (171 PS) und bin bis jetzt (140.000km) zufrieden damit. Einmal war die Lichtmaschine zu tauschen (zum Glück nicht auf einer Urlaubsfahrt), aber sonst ist alles paletti.
    Zu Deinen Leistungsproblemen kann ich nur sagen, ich fahre mit 1-2 Motorrädern auf der Ladefläche und einem Wohnwagen hinten dran ca 110 – 120km/h. Dabei braucht er sicher auch die 14L, aber das ist dann eben so. Alltags komme ich auch auf 9-10L.
    Da mir meine Beladung vor dem Kauf klar war habe ich mich für die 3L – Variante entschieden – hast Du den Wohwagen erst nach dem HiLux angeschafft ? Einige der Dinge die Dir nicht gefallen kann ich nicht ganz nachvollziehen da sie ja vor dem Kauf klar waren. Ich würde auch von solch einem Auto nicht erwarten das eine 1 1/2 L – Flasche in die Türe passt, und auch den Platz unter dem Sitz kann man sich im Schauraum ansehen …. was soll ich von all dem halten ?

  14. Servus!
    Wir haben uns den Hilux gekauft, da wir von unserem J9 begeistert waren, mehr Platz benötigen und der Hilux im Vergleich zur Konkurenz die besten Geländeeigenschaften aufweist. Es ist für einen überzeugten Toyota Fahrer jedoch schmerzlich, wenn in Europa nur der schwächere Motor angeboten wird, die Ausstattung im Internationalen Hilux Vergleich schwächer ist und Details, in einem neu entwickelten Fahrzeug mit dem Anspruch „best in class“, einfach schlecht gelöst wurden (Lautstärkeregelung, Verstaumöglichkeiten, Ladegutsicherung,…). Du fährst deinen 3L und 171PS mit einem Verbrauch von 9-10L, unser 2.4L mit 150PS zeigt derzeit 10,3L Durchschnittsverbrauch ohne Beladung und ohne Stadtverkehr im „ECO“ Modus. Ein Pick-Up sollte in erster Linie praktisch und wirtschaftlich sein. Das Touch-Panel lässt sich mit Handschuhen nicht bedienen, keine Dachreling, kein Strom auf der Pritsche,… Muß ich das alles vor dem Kauf des meistverkauften Pick-Ups alles kontrollieren? Alle Sachen, die im Land Cruiser in der Kabine in Zwischenräumen etc. verstaut waren befinden sich im Hilux in einer Kiste auf der Pritsche, da sie in der Kabine nicht unterzubringen waren. Dann sieht man einen Ranger, bei dem lässt sich die Rücksitzbank umlegen um den Platz dahinter nutzen zu können, ein Kollege fährt einen Navara, der hat unter den Sitzen Schubladen. Ein Freund fährt einen Amarok 2.0L und schafft einen steilen Berg mit 85Km/h, der Hilux kreucht mit gerade 60Km/h den Berg hoch usw.
    Die Kaufentscheidenden Gründe bestehen ja nach wie vor, aber eine Begeisterung wie für den Land Cruiser kommt nicht auf.
    Liebe Grüße,
    Christoph

  15. Hallo! Ich fahre seit Juni 2016 den aktuellen Hilux. 31500 km bisher. Ich hatte bisher absolut keine Probleme. Trotz Anhängerbetrieb mit teilweise 3.0t verbraucht er im Schnitt 9.3l. Kann auch das erwähnte Problem mit dem Tempomat nicht bestätigen, weder mit noch ohne Hänger. Die „fehlenden“ Komfortfunktionen kennt man im Voraus wenn man sich etwas schlau macht. Was ich bestätigen muss, ist das Geklappere des Beifahrergurtes. Es hilft dann die Schnalle per Hand zwischen B-Säule und Sitz zu schieben. Gelegentlich sitze ich mit 1.95m auch mal hinten.. und habe ausreichend Platz.. Lautstärke kann am Knopf des Lenkrads verstellt werden. Serviceintervall von 15tkm hat seinen Grund. Die meisten Autofahrer sind zu faul um auch nur ein Mal pro Jahr Öl und Luft zu kontrollieren.. Und zum Thema Adblue: 1. Warnung nach 13500 km mit 2000 km Restreichweite.. zumindest bei mir. Grüsse

  16. Hallo Stefan!
    Freut mich, dass du mit deinem Hilux so zufrieden bist.
    Hat dein Lux auch Automatik und die 18″ Reifen? Würde mich in Bezug auf Verbrauch und das Verhalten des Tempomat interessieren.
    Danke und liebe Grüße,
    Christoph

  17. Habe seit dez 2016 einen hilux revo. Unterboden und hohlraumversiegelung habe ich gemacht, da das ja bekannt ist, dass die konservierung fuer unserer breitengrade nicht ausreichend ist. Habe nach knapp 2 jahren 65000 km runter und überhsupt kein problem gehabt. Brauch im schnitt ohne zuladung 8 liter . Ich bin mit dem hilux sehr zufrieden. Double cap manuele schaltung, tempomat sehr prraktisch.

  18. Hallo Mirco!
    Freut mich zu hören! Ich bin über die vielen positiven Erfahrungsbereichte sehr froh und kann auch bestätigen, dass unser Fahrzeug seit diesem Frühjahr ohen Probleme läuft. Vielen Dank für deinen Post.
    Liebe Grüße,
    Christoph

  19. Hallo 😉 ich habe ein Hilux Revo in der Xtra Cab Duty Version EZ 22.12.16 , nach 100km 3 mal Sicherung Bremslicht durchgebrannt durch Händler getauscht keine Fehler gefunden seither keine Probleme damit mehr. Bei ca 30000km Glühkerze durchgebrannt Mega Theather eine neue zu bekommen Wechsel Kompliziert aber Garantie. Gewaltiger Rost Ist mir auch aufgefallen obwohl ich ihn selbst 2x behandelt habe mit spez unterbodenwax. Habe nun Spritzrn lassen und Hohlraumversiegelung machen lassen. Verbrauch find ich schon heftig leer normale Fahrweise 9,8l was sicher an dem Euro6 Filter liegt mit dem andauernden Ausbrennen. 1l mehr auf 100 zum Alten Hilux. Sonst bin ich super zufrieden bis auf die 15000 Wartungsintervalle.

  20. Hallo Carsten!
    Danke für deinen Kommentar! Interessant für mich, als Hilux Neuling, ist, dass der Verbrauch gegenüber dem letzten Modell sogar höher ist. Hoffe, dass wenigstens die Abgase sauberer sind, damit sich die höhere Komplexität und AdBlue Geschichte wenigstens für die Umwelt bezahlt macht. Rost habe ich nun auch auf der Innenseite der Heckklappe entdeckt.
    Weiterhin gute Fahrt und liebe Grüße,
    Christoph

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